Hydroponik

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Wieviel Licht brauche ich beim hydroponischen Pflanzenbau?

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Pflanzen benutzen Licht als Energiequelle,  um aus anorganischen Stoffen wie CO2 und Wasser, organische Stoffe wie Glucose, Amiosäuren, Fette usw. herzustellen. Sie besitzen in den Blättern Farbstoffe, die Licht absorbieren und dann  in chemische Energie umwandeln können. Diesen Prozess der Energiegweinnung nennt man Photosynthese. Die Lichtmenge ist dabei ein Mass für die Geschwindigkeit des Umwandlungsprozesses.  Um die Prozessgewschindigkeit zu messen kann die bei der Photosynthese freiwerdende O2-Menge als Maß verwendet werden. Die Beleuchtungsstärke wird in Lux gemessen. An einem Sommersonnentag am Mittag ohne Wolken kann man 15000 Lux messen. Die folgende Grafik zeigt den Zusammenhang der Beleuchtungsstärke und O2-Menge und damit bei welchen Beleuchtungsstärken die Pflanzen am besten wachsen. Das Wachstum ist dabei auch von der Pflanze selbst abhängig. Licht und Schattenpflanzen zeigen unterschiedliche Wachstumswerte.

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Schattenpflanzen, welche man meisst im Waldboden findet, leben bei niedriger Beleuchtungsstärke. Sie zeigen auch, dass die eine Erhöhung der Beleuchtungstärke über 1000 Lux kaum mehr eine Erhöhung des Energiegewinns und damit des Wachstums erfolgt . Lichtpflanzen leben bei höheren Beleuchtungsstärken und steigern auch ihren Energiegewinn bei steigender Beleuchtungstärke. Erst oberhalb von 3000 Lux erfolgt dort die Stagnation der Energiegewinnung.

mbe_experiment_hygarden_3Licht steuert also das Wachstum ihrer Pflanzen. In der Natur liefert die Sonne das Licht. Unsere Sonne sendet weisses Licht aus. Darin sind alle Spektralanteile von Infrarot bis Ultaviolett enthalten (Wissen zur Theorie zu Licht findest du auch hier). Für Pflanzen sind nur die Rotanteile (Wellenlänge 660nm) und  die Blau-Anteile (Wellenlänge 450nm) wichtig. Was zu welchem Zeitpunkt wichtig ist vom Zustand der Pflanze abhängig. Wachstumslampen liefern genau diese Lichtspektren und damit das optimale Licht für die Pflanzenzucht.  Gerade die neue Led-Technologie bringt hier einen Quantensprung. Da bei Leds mit wesentlich geringeren Leistungen ein mehr an Licht abgegeben wird. Die Betriebskosten für die Beleuchtung sinkt gegenüber älteren Technologien enorm. Sie solltem mit einem Messgerät auch die Beleuchtungstärke messen und sollten 1000 Lux auf der Oberseite der Pflanze erreichen.




Interessant ist auch noch, dass Die Lichtstärke mit dem Abstand abnimmt. Sehen Sie dazu auch hier.

Das bedeutet auch, dass die Lichtquelle möglichst nahe an die Pflanze gebracht werden soll, wenngleich unbedingt darauf zu achten ist, dass Lichtquellen auch warm, sogar heiß werden und damit die Pflanze „verbrennen“ können. Finden Sie hier den optimalen Abstand durch schrittweise Annäherung und messen der Temperatur auf der Pflanze. Sie sollte 25°C nicht übersteigen!

Weiters ist die Länge der täglichen Belichtungszeit entscheidend,  wann die Pflanze blüht oder nicht (Photoperiodismus). Es gibt dabei auch noch Kurztagpflanzen und Langtagpflanzen. Passen sie die Belichtungszeiten an die Pflanze an. Bei der hydroponischen Pflanzenzucht wird in der ersten Phase des vegeatitiven Wachstums der Pflanze lang belichtet (bis zu 18h abhängig von der Pflanze). In dieser Phase sind die Rot–Anteile des Lichts sehr wichtig. Will man die Pflanze dann zum Blühen bringen, wird die tägliche Belichtungsdauer reduziert. In der Blüte und Reifephase der Pflanze sind dann die Blauanteile des Lichtes wichtig.

Interessant ist auch noch, dass die Lichtmenge pro Tag über die Wachstumsmenge entscheidet. Wenn ihre Wachstumslampe zu geringe Lichtmengen liefert, können sie die Belichtungszeit pro Tag ausdehnen. Die Pflanze wächst dann länger. Über 18h Belichtungszeit sollten sie aber nicht gehen. Pflanzen brauchen auch Ruhe und die 6 Stunden „Schlaf“ bis zum nächsten Tag sollten Sie ihnen gönnen.

Im HyGarden werden Wachstumsempfehlungen mitgeliefert. So werden Sie schnell die richtigen Beleuchtungszeiten finden. Viel Erfolg!




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